Die Zukunft der deutschen Wirtschaft - Neue Veröffentlichung eines DABEI-Mitglieds

„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“ Dieser Ausspruch wird Altkanzler Helmut Schmidt zugeschrieben, der ihn angeblich im Bundestagswahlkampf verwendet haben soll. Anders sehen es die Herausgeber des Buches „Die Zukunft der deutschen Wirtschaft“. Antonio Schnieder, Präsident beim Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU), und Prof. Dr. Tom Sommerlatte, geschäftsführender Gesellschafter der Osiris MIC GmbH und DABEI-Mitglied, forderten eine ganze Reihe hochkarätiger Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Forschung und Politik dazu auf, ihre Visionen für das Jahr 2030 mit dem Leser zu teilen. Denn sie sind der Meinung: „Unternehmenslenker ohne Visionen sind wie Grubenarbeiter ohne Lampe.“
 
Das Buch deckt ein breites Spektrum an Bereichen ab. So findet der Leser Visionen
  • zu den klassischen Industrien (Elektrotechnik, Maschinenbau, PKW, LKW, Verkehr, Chemie, Pharma, Energie und Landwirtschaft),
  • zu den Zukunftsbranchen (Umwelttechnik, Biotechnologie, Nanotechnologie, Medizintechnik, Informationstechnik und Kommunikation sowie Internet),
  • zu den Consumerbranchen (Gesundheitswirtschaft, Einzelhandel und Tourismus),
  • zur Geldwirtschaft (Banken und Versicherungen),
  • zu den Medien (Printmedien und Werbung),
  • zu den übergreifenden Betrachtungen und Rahmenbedingungen sowie
  • der Politik und unserer Nachbarn aus Frankreich und Großbritannien.
Eingerahmt werden diese Beiträge von einer Einführung und einem Nachwort der Herausgeber, die als Guideline dienen. In der Einführung werden die wesentlichen gesellschaftlichen Trends anhand von Statistiken herausgearbeitet; das Nachwort versucht sich zusammenfassend an einem Fazit und sieht insgesamt eine positive Tendenz der Visionen.
 
Schnieder und Sommerlatte ist es gelungen, einen Ausblick auf die deutsche Wirtschaft zu geben, der in dieser Breite wohl seines Gleichen sucht und sich wohltuend von vielen fortschrittsfeindlichen Zukunftsvisionen abhebt. Dabei wurde bewusst auf die Schaffung einer „Gesamtvision“ über alle Branchen und Themen hinweg verzichtet. Dies wäre dem Anspruch des Buches auch nicht gerecht geworden und hätte nur zu unzulässigen Simplifizierungen geführt. Das Buch richtet sich damit sowohl an Unternehmenslenker, die mit ihren Visionen nicht zum Arzt wollen, als auch an wirtschaftlich Interessierte aus anderen Bereichen. Es eignet sich zwar nicht unbedingt dazu, „in einem Rutsch“ durchgelesen zu werden. Aber es bietet genug Themen, sodass für jeden Leser etwas dabei sein dürfte – sei es, um von den Visionen aus der eigenen Branche zu profitieren, oder sei es, um in unbekannte Branchen „hineinzuschnuppern“ und den eigenen Horizont zu erweitern. Der Leser wird in jedem Fall eine Fülle von gedanklichen Anregungen über Trends und Vision aus unterschiedlichen Branchen mitnehmen.